So funktioniert die Altersvorsorge!

7. Februar 2009 by: admin

Die Altersvorsorge umfasst einen kompletten Leistungskatalog mit Maßnahmen, die getroffen werden, um Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden ihre Lebensunterhalt finanzieren können ohne eine Einschränkungen des Lebensstandards hinnehmen zu müssen. Hierzu dienen erworbenen Anteile bzw. angesparte Vermögen. Traditionell gesehen war die Familie bisher für die Altersvorsorge verantwortlich. Diejenige Generation, die am jünsgten war, hatte sowohl die nachwachsende als auch die ältere Generation in einer Großfamilie zu versorgen. In einer derartigen gesellschaftlichen Situation war eine ausreichende Kinderzahl die Voraussetzung für eine Versorgung im noch bis hin ins hohe Alter.

Hierrauf folgte das Zeitalter der Industrialisierung.Die Mobilität wuchs und gleichzeitig verstärkte sich die Armut großer Bevölkerungsschichten. Als Reaktion hierrauf wurde im 19. Jahrhundert im Rahmen von Otto von Bismarcks und seiner Sozialgesetzgebung eine gesetzliche Altersrente eingeführt. Die gesetzliche Rente war zunächst als Rente mit kapitalem Charakter angelegt, im 20. Jahrhundert ging der aufgebaute Kapitalstock jedoch durch zwei Weltkriege, Inflation und Weltwirtschaftskrise verloren, so dass die gesetzliche Altersrente in den 50er Jahren auf das Umlageverfahren umgestellt wurde.

Die gesetzliche Altersvorsorge ist im Resultat so nicht mehr tragfähig. Auch die traditionelle Altersvorsorge mit einer Anzahl von Kindern gilt schon lange nicht mehr. Ist Zukunft wird jeder mehr denn je gefordert sein, um seine Rente zu sichern. Die Verantwortung für die Altersvorsorge vom Familienverband und dem Individuum zu größeren Gruppen bzw. dem Staat und der Gesellschaft verlagert hat.

Die Altersvorsorge besteht grundsätzlich in Deutschland aus drei Säulen:

  1. Die gesetzliche Vorsorge: Umlageverfahren. Dazu zählen die Gesetzliche Rente, die Alterssicherung der Landwirte, die Berufsständische Versorgung und die Beamtenversorgung.
  2. Ergänzende erwerbsbasierte Alterssicherung. Dazu zählt hauptsächlich die betriebliche Altersvorsorge, aber auch Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.
  3. Private Vorsorge: Aktienfonds-Sparpläne, Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung und Immobilienbesitz.

Deine Meinung?